Monatliche Archive: August 2015


Sommer 2015

Lena war mit einer Freundin eine Woche auf einem Reiterhof (Hof Kirchhorst). Am Sonntag haben wir beide abgeholt und sind dann nach Schweden gefahren. Abfahrt klappte irgendwie gar nicht. Wir wollten mit Anhänger fahren, voll beladen, aber ein Reifen dummerweise relativ platt. Also kurz zur Tanke und aufpumpen. Ging nicht, war wohl zu schwer und statt aufzupumpen war hinterher noch weniger Luft drin. Kurz überlegt und dann zurück nach Hause und einen Wagenheber geholt. Anhänger hochgepumpt und wie es halt so ist, war anscheinend die Pumpe an der Tanke defekt. Jetzt war noch weniger Luft drin, knapp 1 Bar (wenn die Anzeige gestimmt hat). Dann sind wir zur nächsten Tanke gefahren. Zu der wollte ich eigentlich nicht, da es bei der mit Anhänger etwas komplizierter zu manövrieren ist. Dort ging es aber, wahrscheinlich wäre es auch ohne Wagenheber gegangen. Glück gehabt, abladen wäre langwierig geworden. Wir hatten viele Rigipsplatten und alles mögliche geladen. War wohl auch leicht überladen. Die Fahrt nach Schweden ging dann so. Wir waren beide reichlich kaputt. Zumal wir mit dem Anhänger auch nicht so schnell gefahren sind. Mit Abholen der Kinder waren wir etwas über 12 Stunden unterwegs.

In der ersten Woche haben wir viel aufgeräumt. Restarbeiten von den Renovierungen am Anfang des Jahres. Viele Blaubeeren gesammelt, zwei mal los und schon über die Hälfte fertig. Wir machen wieder viele Gläser für Kollegen bei meiner Arbeit. Baden gefahren, einkaufen, essen, Kniffeln, schlafen, was man halt so im Urlaub macht. Die Wasserhähne im Bad habe ich getauscht. Die alten haben am Waschbecken Geräusche gemacht, und an der Dusche nicht wirklich gemischt. Die Wassertemperatur änderte sich laufend. Und nach 4 Jahren haben wir endlich kaltes Wasser in der Küche. Ist nur ein Provisorium und wird somit wahrscheinlich ewig halten. Am Wochenende wurde Lenas Freundin abgeholt. Mit der Mama plus Freund haben wir dann am Samstag ein wenig auf den Loppis gestöbert, die beiden als Flohmarktexperten haben auch glatt etwas gefunden. Da die beiden auch ein Haus in Schweden kaufen wollten haben wir zusammen im Internet geforscht Mehr oder weniger durch Zufall habe ich ein Haus gefunden, von dem ich dachte das könnte es evtl. sein. Den beiden gezeigt (gegen 14:00Uhr), sie hat dann dort angerufen. Nachmittags gegen 17:00Uhr sind wir hin und haben es angeschaut. Dann zum baden gefahren und dort kam der Anruf mit der Zusage. Die beiden sind dann Sonntag auf der Heimreise zum Verkäufer und haben einen Vorvertrag abgeschlossen. So schnell geht ein Hauskauf in Schweden.

In der zweiten Woche war dann arbeiten angesagt. Rigips unten im Esszimmer anschrauben und spachteln. Das Balkonzimmer mit Rigips auskleiden und tapezieren. Tür schleifen und malen. Elektrik anfangen zu legen (die alten Kabel in Metallrohren müssen weg, einmal schief anschauen und die Isolierung löst sich auf). Treppenaufgang und Flur oben angefangen mit Rigips zu belegen. Und was das wichtigste ist, ich habe mich um die Öfen unten gekümmert. Der im Esszimmer zog gar nicht mehr, und der aus dem Wohnzimmer räucherte in die Zwischendecke. Eigentlich hatte ich ja vor, die Öfen abzubauen und neu aufzubauen. Werde ich bestimmt irgendwann machen wenn das Dach dran ist und die Schornsteinköpfe neu aufgemauert werden. Ich habe mich aber gefragt, warum ich nicht einfach mal versuche den Schornstein von unten zu reinigen. Von oben hatte ich keinen Erfolg. Dazu kommt, dass der Esszimmer-Ofen keine Öffnung oben hat um ihn zu reinigen. Also die Krone oben vorsichtig abgenommen, und die beiden obersten Ziegelsteine abgenommen. Dann kam ich an den Zug ran. Mit Draht, viel Mühe und locker 2 Stunden Arbeit haben wir eine Masse an Dreck und Stöcken von alten Nestern entfernt,  und so den Zug frei bekommen. Das waren bestimmt 3 Eimer voll an Müll. Die Ziegelsteine sauber gemacht (Öfen werden mit Lehm gemauert) und mit Lehmmörtel wieder eingesetzt. Am nächsten Tag getestet. Hat sich gelohnt, so gut funktionierte der Ofen noch nie. Also das gleiche am Ofen im Wohnzimmer gemacht. Dort war nicht ganz so viel Dreck drin, aber ausreichend um den Zug zu verstopfen. Das er räucherte lag mit daran, aber auch, dass oben die Abdeckung defekt war. Mit Lehmmörtel alles gut zugeschmiert und auch der Ofen zieht jetzt wie es gehört. Am nächsten Abend habe ich mir die Bilder aus dem Schornstein nochmal genauer angeschaut. Keine Ahnung, warum ich das nicht gleich gesehen habe, aber da war ein Stein im Schornstein. Gut, dann also am morgen wieder alles aufmachen. Da zeigt sich dann wie praktisch Lehmmörtel ist. Kriegt man wieder ab und vor allem kann man ihn weiter verwenden, da er nur trocknet und nicht wie Zementmörtel bindet. Den Stein rauszubekommen war nicht ganz so einfach. Hat locker 2 Stunden gedauert. Wenn der Ofen komplett ab gewesen wäre, es wäre ein Kinderspiel gewesen. Aber natürlich ist alles eng, verwinkelt und scharfkantig. Meine Arme sehen richtig gut aus. Der Restmüll den wir rausgeholt haben war wieder ein 10l Eimer voll. Jetzt sind die Züge aber wirklich frei, ich kam von oben mit Besen und Bleikugel bis nach unten durch. Dann können wir zu Weihnachten ja nach Schweden und kriegen es dann schön warm. Nebenbei natürlich viel gebadet. Der See hat 21°, jedenfalls am Anfang dort ist ein Badethermometer fest gemacht. Beim Sprungturm und weiter draußen ist es deutlich kälter, aber immer noch angenehm zum baden. Marmelade ist auch fast fertig. 4 mal gesammelt und 98 Gläser sind fertig. Wir sind dieses Jahr zur perfekten Zeit da. Die Blaubeeren sind super reif. Lassen sich einfach sammeln, und sauber machen bzw. entstielen geht auch recht einfach. Zu zweit haben wir in einer halben Stunde einen 5l Eimer voll gesammelt. Das sind über 20 Gläser.

In der dritten Woche haben wir den Fußboden im Turmzimmer gemacht. Dauert immer elendig lange, da man immer einen Tag warten muss bis der nächste Anstrich drauf kann. Diesmal habe ich drei mal in weiß und einen Schlussanstrich in transparent gemacht. Dauert dann also 4 Tage. Das Ergebnis ist aber gut geworden, bis jetzt der beste Fußboden. Viel gespielt (Siedler von Catan, Rummykub und Kniffel), und natürlich gebadet. Den alten Herd in der Küche haben wir mal komplett sauber gemacht. Den Schornstein gleich dazu. Jetzt geht der Herd problemlos. Vorher haben wir das ganze Haus zugeräuchert bis er mal funktionierte. Selbstgemachte Pizza aus dem Ofen ist ein Gedicht. Und dann leider gepackt und schon alles für Weihnachten vorbereitet.