Weihnachten 2015


Dieses Jahr hat es mal wieder geklappt an Weihnachten nach Schweden zu fahren. Bei zwei Berufstätigen ist das gar nicht so einfach. Ab dem 23. haben wir Urlaub. Haben dann überlegt, entweder am 22. nachts oder am 23. tagsüber zu fahren. Wir haben uns dann für die Nachtfahrt entschieden. Und dann von Hamburg nach Feierabend über die Fähren. Das geht so gerade eben. Sind von Hamburg bis Puttgarden ungefähr 2 Stunden, dann 45min. Fähre, bis Helsingborg nochmal 2 Stunden, dann 20min. Fähre und dann bis Mörlunda knapp 4 Stunden. Waren dann kurz nach 1 Uhr am Haus. Also 9 Stunden von Hamburg. Zu zweit fahren, dann geht es. So waren wir aber am 23. schon da, auch wenn man an dem Tag reichlich kaputt ist. Damit könnten wir den 23. schon in Ruhe zum auspacken, einkaufen, Öfen anmachen und so weiter nutzen.

Heiligabend haben wir morgens das Essen vorbereitet. Brokkolicremesuppe als Vorspeise, sehr schnell gemacht und immer wieder lecker. Gibt es mittlerweile jedes Jahr. Und als Nachtisch bayrische Creme mit Beerenmark. Ist ein wenig aufwendiger, aber schmeckt einfach traumhaft. Als Hautpgang haben wir diesmal, weil in Schweden, Julskinka gemacht. Das ist ein gekochter, gepökelter Schinken, der mit einer süßen Senfkruste gebacken wird. Ist in Schweden so Brauch, und kann man tatsächlich essen. Problem ist eher, das man den nur in groß bekommt. Also 3 kg für 3 Personen, haben wir also nicht aufgegessen. Aber der schmeckt auch kalt, in dünnen Scheiben geschnitten auf Brot. Geschenke gab es natürlich auch.

Am ersten Weihnachtstag haben wir ein wenig gearbeitet. Küche auf Vordermann bringen und oben ein paar Rigips-Platten angeschraubt. Die paar Tage die wir oben sind müssen ja gut genutzt werden. Die Öfen und Schornsteine im Sommer fertig zu machen hat sich gelohnt. Die Öfen funktionieren zum ersten Mal wirklich gut. Teilweise ziehen sie fast schon zu gut. Auch der Herd in der Küche geht jetzt auf Anhieb. So kann man damit gut kochen, wir haben ja keinen elektrischen Backofen. Zu essen gab es heute die Suppe vom Vortag,  und dann Schweinefilet mit Speck ummantelt, und als Nachtisch schwedische Zimtcreme mit Blaubeeren. Für Samstag ist etwas Schnee vorhergesagt, wäre schön, wenn für Lena wenigsten ein wenig Schnee da wäre. Muss ja nicht liegenbleiben, für die Heimfahrt sind trockene Bedingungen natürlich besser.

Am zweiten Weihnachtstag haben wir nicht wirklich viel gemacht. Ein wenig gelesen, gespielt und einfach mal nichts machen. Und natürlich mal wieder geplant, wie wir hier weiterbauen. Im Sommer ist das Esszimmer dran. Die letzte Wand mit Rigips verkleiden. Fußboden noch einmal schleifen und wachsen. Tapezieren und das Fenster malen. Dann ist bis auf den Flur oben und die Küche fast alles fertig. Zu essen gab es heute Süsskartoffelsuppe, schwedischen Lachskuchen und Kladdkaka (schwedischer Schokoladenkuchen). Die Suppe war ziemlich lecker, Rest auch, aber die Suppe hat mich doch etwas überrascht. Süsskartoffeln mag ich zwar, aber die Konsistenz finde ich merkwürdig. Schnee ist jetz für Sonntag Vormittag vorhergesagt. Ab Mittag dann Schneeregen.

Am Sonntag hat es morgens tatsächlich angefangen zu schneien. Laut Vorhersage sollte es nachmittags regnen. Hat es aber nicht, und so liegt auch abends noch immer Schnee. Fast 10cm, gar nicht mal so wenig. Hätte gerne drei Tage früher schneien können, aber man will sich ja nicht beklagen. Sieht auch so einfach toll aus. Sind dann einmal die große Runde auf unserem Wanderweg spaziert. Ansonsten haben wir außer spielen und lesen gar nichts gemacht. Morgen ist aufräumen dran und am Dienstag geht es wieder zurück. Hoffentlich ist bis dahin der Schnee weg.

Der letzte Tag ist immer merkwürdig. Aufräumen, packen und eigentlich ist man schon fertig zum losfahren. Schnee liegt noch immer, also mussten wir morgens erstmal das Auto vom Schnee befreien. Packen ging recht schnell, so viele Sachen hatten wir ja nicht mit. In drei Küche haben wir geplant, wo der Geschirrspüler hinsoll. In Glückstadt bauen wir diese Jahr unsere neue Küche, und da bleiben viele Sachen für Schweden über. Und so wird auch der Geschirrspüler über sein, ist zwar ein sehr einfacher. Zuhause hat er aber gereicht und in Schweden alle mal.

Am Abreisetag alles wasserfrei gemacht. Soll ja noch kälter werden. Wetter war traumhaft. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel ganz Småland verschneit. Die Bäume noch voller Rauhreif. Schade das wir schon losmussten, aber die Fahrt war bis kurz vor Dänemark sehr schön. Ab Dänemark war es sehr windig. Es war das erste mal, dass die Brücken teilweise gesperrt waren, wenn auch nur für Wohnwagen. Ohne Anhänger und mit zwei Fahrern geht es relativ schnell. Etwas über 8 Stunden braucht man.