Sommer 2016 I


Auch wenn wir die Strecke nach Schweden mittlerweile gut kennen, ist es jedesmal doch recht anstrengend. Wir sind diesmal Freitag Nachmittag losgefahren. Mit großem Anhänger. Ging eigentlich recht gut, sind aber erst um 3Uhr morgens angekommen. Auf dem Weg waren einige Staus, so haben wir mindestens eine Stunde verloren. Und, wir sind zum ersten Mal mit Hund gefahren. Das war aber total problemlos. Auch die längere Fahrt macht ihr überhaupt nichts aus. Auf den Rastplätzen war sie aber völlig aus dem Wind. Geräusche, Gerüche und die vielen Menschen und Autos sind dann doch zu viel für sie. Der nächste Tag ist dann immer zum vergessen. Ich habe wie gewöhnlich Migräne, und der Rest ist auch KO. Wir haben dann alles ausgeräumt, und einen ersten Einkauf gemacht. Es ist mittlerweile sehr angenehm, dass wir langsam Routine haben. Wasser anstellen und alles weitere klappt. Mag für andere langweilig sein, für uns bedeutet das eher nach Hause zu kommen. Diesmal haben wir uns den Luxus gegönnt, und haben den Geschirrspüler aus Glückstadt mitgenommen. Auf dem Anhänger war genug Platz, und so müssen wir nicht abwaschen. Wir nehmen ihn dann auf der Rückfahrt mit nach Hause. So war der Samstag schnell rum, und wir waren im Urlaubsmodus.

Am Sonntag sind wir morgens als erstes joggen gewesen. Lena wollte unbedingt laufen, und so sind wir dann mit. Mit Hund laufen ist lustig. Wir sind ungeübt, Lena durch die Schule schon etwas geübter. Amy rennt als würde es um ihr Leben gehen. Herzfrequen bis zu Anschlag, mal schauen ob wir bis zum Ende einmal um die Strecke ohne Pausen kommen. Danach dann frühstücken, und im Anschluss ging es zum ersten Mal für Amy an den See baden. Aber wie es sich für einen Labrador gehört, ist sie gar nicht wassscheu und kann gut schwimmen.

Montag haben wir angefangen den Zaun zu bauen. Hab mich dabei verrechnet. Oder besser gesagt die Größe unterschätzt. Reicht somit nicht, ist aber für den Anfang ausreichend. Beim nächsten mal werden wir den Rest machen. Ansonsten laufen, baden, kniffeln und was man so im Urlaub macht.

Dienstag bin ich mit Lena nach Oskarshamn einkaufen gefahren. Der Markt dort ist größer und ich habe ein paar Arbeitskollegen angeboten Marabou-Schokolade mit zu bringen. So muss ich 49 Tafeln kaufen. Habe dann erstmal 30 gekauft, den Rest hole ich beim nächsten Einkauf. Sieht so auf dem Laufband schon merkwürdig genug aus. Im Wald waren wir auch noch, Blaubeeren sammeln. Einen Eimer haben wir voll gemacht, morgen machen wir daraus Marmelade. Dann können wir abschätzen, wie viel wir noch sammeln müssen. Ich mache wie jedes Jahr Marmelade für Kollegen, Freunde und natürlich für uns.

Mittwoch sind wir wieder gelaufen. Diesmal die andere Hälfte der Strecke, und prompt verlaufen 🙂 Nach dem Frühstück haben wir Marmelade gekocht. Aus dem einen Eimer haben wir immerhin 18 Gläser voll bekommen. 6 mal noch sammeln, dann ist der Zucker alle. 7kg Gelierzucker 3:1, also 21kg Blaubeeren! Kurze Pause im Garten, und schon wurde der Hund von einer Wespe gestochen. Vermuten wir jedenfalls. Dieses Jahr gibt es wieder fast keine Mücken, dafür aber ziemlich viele Wespen. Rechte Vorderpfote, war hinterher leicht geschwollen, aber Amy hat sich dann doch recht schnell beruhigt. Humpelte aber noch eine Weile. Danach habe ich angefangen den Boden im Esszimmer ein letztes Mal zu schleifen. Das ist ein Projekt an dem ich schon länger arbeite. Sieht gut aus, auch wenn ich es mit den vorhandenen Maschinen nicht perfekt hinbekommen habe. Für ein Ferienhaus reicht es aber alle mal. Ein erstes Mal habe ich den Boden auch schon geölt. Morgen kann ich ihn ein zweites Mal ölen, müsste eigentlich reichen.

Donnerstag dann erneut den Boden geschliffen. So wird er schön glatt, da sich nach dem ersten Anstrich die Holzfässern aufrichten und fest werden. Diese schleift man dann fein ab, und der Boden ist super glatt. Den zweiten Anstrich habe ich dann im Anschluss gemacht. Blaubeeren müssten auch noch gesammelt werden. Mittlerweile kennen wir die Mengen besser. Ein Eimer voll sind etwas über 3kg. Wird in zwei Hälften gekocht, mit einem Paket Gelierzucker. So braucht man nicht viel wiegen. Aus der ersten Hälfte kommen 8 Gläser plus ein Rest raus. Dieser Rest mit den anderen Beeren aufgekocht ergibt dann 10 Gläser. Sprich einmal sammeln und wir haben 18 Gläser fertig. Das machen wir jetzt noch fünf mal und dann ist der Zucker alle und wir haben 126 Gläser gemacht. Sollte reichen 🙂 Joggen war ich mit Lena auch noch. Sie ist fitter und schafft die kleine Runde ohne Pause. Ich muss bei den Bergauf-Stücken kurz pausieren, sonst bin ich über dem Limit. Das unpraktische an dem Boden der geölt wird ist, dass er Raum das Durchgangszimmer ist. Zum Glück ist vorne und hinten eine Tür, so kommt man von vorne ins Bad und nach oben, und von hinten in die Küche. Nur Wohnzimmer und unser Schlafzimmer sind nicht erreichbar. Aber so haben wir einfach zwei mal oben geschlafen, geht auch.

Am Freitag war der Boden fertig. Sieht richtig schick aus. Gegen Mittag sind wir einmal um den großen Badesee in Mållila gewandert. Ist mit Amy richtig anstrengend, sie ist immer noch extrem aufgeregt. Alles ist interessant, und im Wald ist unendlich viel zu untersuchen und zu erschnüffeln. Das schöne bei dem Wanderweg sind die Stellen, an denen man an das Wasser kommt. So konnte Amy zwischendurch immer wieder ins Wasser.