Sommer 2014


Ostern 2014

Dieses Jahr waren die Osterferien etwas später als letztes Jahr. Wir waren die letzten beiden April-Wochen oben. Letztes Jahr waren es die ersten beiden Wochen. Das Wetter hätte gegensätzlicher nicht sein können. Der See war letztes Jahr noch so zugefroren, dass da Autos hätten fahren können (und auch sind!). Jetzt hätten wir schon fast baden können, so warm war es. Teilweise über 20°C, in der Sonne bei Windstille kaum auszuhalten.
Was haben wir im Haus geschafft. Wir wollten nicht viel machen. Haben aber trotzdem eine Menge geschafft. Das Holz ist fertig. Mit der neuen (Elektro-)Kettensäge war das flott gemacht. Dann hatte ich eigentlich vor, die Treppe mit Laminat zu belegen. Dummerweise war das zu wenig Laminat. Nun gut, habe ich halt damit den Flur hübsch gemacht. Ansonsten haben wir viel geplant und sind schlussendlich dazu gekommen, aus dem Esszimmer eine Wohnküche zu machen. Die bisherige Küche im Turmzimmer taugt nicht viel, und es ist so verwinkelt, dass dort günstig keine neue Küche zu bauen ist. Da im Esszimmer statt Holzfußboden ein hässlicher PVC-Boden liegt und wir schon lange vorhatten zu schauen was drunter ist, haben wir das einfach mal gemacht. Und oh Wunder, ein plan geschliffener Kiefernholzboden. Vor allem ist der alte Ochensenblut bzw. Leinöl-Belag fast komplett weggeschliffen. Perfekt. Das Zeugs habe ich in dem anderen Raum mit einem Elektrohobel entfernt, da das so stark klebt, dass jedes Schleifblatt in ein paar Sekunden zu ist. Also werde ich den im Sommer glatt schleifen und hell wachsen.
Unseren neuen Hausbetreuer haben wir auch kennengelernt. Rudi aus Bayern, gut jetzt aus Schweden. Wird mit unserem Rasen eine Menge Arbeit haben. Mal schauen, ob wir das Haus bald malen lassen. Wie es sich heutzutage gehört mit Internetauftritt: Rudi´s Maleri
An der Technik habe ich auch noch eine Menge geschafft. Internet sollte jetzt immer klappen. Die ersten Teile der Haussteuerung sind auch angeschlossen. Wir können jetzt für Draußen und für das Schlafzimmer die Temperatur und Luftfeuchtigkeit auslesen. Licht und Heizlüfter können per Internet geschaltet werden, und ich kann über ein System von eon den Stromverbrauch mit Minutenaktuell auslesen. Und vor allem die Kameras funktionieren. Bei jeder Bewegung kriegen wir ein PopUp auf das Handy, plus Foto und Video per E-Mail.
Ansonsten viel gelesen, einfach mal nichts tun, ein wenig wandern, ausspannen …. träumen von einem Ausstieg nach Schweden 😉


Planung für 2014

So, auch 2014 geht es natürlich nach Schweden. Und zwar so oft wie es geht.
Beginnen werden wir zu Ostern. Knapp 2 Wochen, durch die Feiertage. Dann werden wir unseren neuen Hausbetreuer kennenlernen. Dirk, unser bisheriger Betreuer, geht leider aus privaten Gründen wieder nach Deutschland zurück. Schade. Aber manchmal ergeben sich aus solchen Situationen auch wiederum Gelegenheiten. Rolf, unser neuer Hausbetreuer, ist Malermeister. Und wie es der Zufall will, suche ich noch jemanden, der das Haus von außen malt. Nach langer Überlegung ist jetzt klar, dass ich das nicht selber machen will. Ist viel zu groß und zu hoch. Macht man es gut, muss es erst grundiert und dann 2mal gemalt werden. Das schaffe ich in einem normalen Urlaub nicht. Mal schauen, ob wir uns da einig werden. Ich selber werde zu Ostern wahrscheinlich noch das Holz weiter malen. Es sei denn es friert. Wir werden auch wieder mit Anhänger fahren und viele Sachen hochbringen. Vor allem unsere Bücher sollen hoch, da uns hier so langsam der Platz ausgeht. Dann kommt auch gleich das Bett von unserer großen mit hoch. Sie hat ein größeres Bett bekommen, und so haben wir eins was man in das Turmzimmer stellen kann. Als Sofa, außerdem haben wir so noch einen Platz mehr zum schlafen. Sind dann insgesamt 7 Schlafplätze, sollte reichen.
Im Sommer dann 3 Wochen. Ziel ist die Böden in den Schlafzimmern oben, und im Turmzimmer zu machen. Vielleicht schaffen wir auch noch die Abseite im Flur aufzumachen. Ach, und natürlich jeden Tag baden. Egal was für ein Wetter!
Im Herbst dann noch mal eine Woche. Holz muss noch gesägt und gehackt werden.


Herbst 2013


Neue Bilder

Diese Internetseite ist mit RapidWeaver auf dem Mac erstellt. An sich ein tolles Programm, aber Bildergalerien damit zu erstellen ist extrem mühsam. Deswegen bin ich jetzt was die Bilder angeht auf ein neues System namens Piwigo umgeschwenkt. Vorteil: Viel einfacher, und schicker, plus Unterstützung für mobile Geräte. Nachteil: Geht in einem neuen Fenster auf.


Sommer 2013

Dieses Jahr gab es etwas besonderes. 4 Wochen Sommerurlaub. Kam eher durch Zufall, da Jenny im Einzelhandel normalerweise nie so lange Urlaub bekommt. Hat sich dies Jahr aber so ergeben, also hatte ich keine andere Wahl 😉 Alle 4 Wochen kann ich hier im Tagebuch nicht unterbringen, deshalb diesmal nur eine kurze Zusammenfassung.
Die ersten Tage wunderschönes Wetter. Ich hatte auf der Arbeit 40 Gläser Blaubeermarmelade verkauft. Also ab in den Wald und Blaubeeren sammeln. Tja, zu früh gefreut. Da Schleswig-Holstein diesmal sehr früh mit den Sommerferien dran war, waren wir schon im Juni oben. So früh waren wir noch nie da. Und was ist, keine einzige Blaubeere im Wald. Nur so kleine grüne Dinger. Damit hatten wir nicht gerechnet. Aber es war auch mal schön zu sehen, wie sich das so entwickelt. Nach einer Woche waren die ersten Blaubeeren zu sehen, und dann ging es sehr schnell so weiter. Am Ende war wieder wie gewohnt alles blau im Wald.
Pilze waren auch gut dieses Jahr. Im wesentlichen Pfifferlinge, aber die mag ich eh am liebsten. Ein Steinpilz, mehr war leider nicht drin (im Wald).
Das Wasser in den Seen war hervorragend. Wir waren in den 4 Wochen ausnahmslos jeden Tag mindestens ein mal im Wasser. Selbst an dem einzigen kühlen und regnerischen Tag, bei 14°C Außentemperatur und strömendem Regen. Sehr schön ist auch die Badestelle in Målilla, knapp 11km vom Haus weg. Toll angelegt, mit 3m Brett und einem wirklich hübschen Umfeld.
Am Haus haben wir auch eine Menge geschafft. Erstmal den kompletten Restmüll entsorgt, das hat fast 2 Wochen in Anspruch genommen. Also immer mal wieder einen Anhänger voll zum Recyclinghof. Dann haben wir das Badezimmer und die Tür fertig gemacht. Draußen haben wir den Rest verputzt, und die Vorbauten schön gestrichen. Mit den Dachvorsprüngen und den Windfedern habe ich auch schon angefangen, Rest kommt im Herbst. Dann können wir im nächsten Jahr die Außenwände streichen.
Das schöne an so einem langen Urlaub ist, dass keine Hektik aufkommt. Und es war damit eine gute Mischung aus Arbeiten und Erholung. Wobei wir diesmal relativ wenig unterwegs waren. Diese Jahr war es eher ein Haus-, Garten- und See-Urlaub.
Schlangen gab es diesmal auch wieder. Komischerweise in einer Woche plötzlich sehr viele. Auf den Strassen, Wegen und eine auch im Garten. Die meisten waren schwarze Kreuzottern.
Zum Ende haben wir dann endlich unseren Internetanschluss bekommen. Damit kann ich jetzt meine Kameras betreiben. Die Hausautomatisierung, wie Thermometer, Heizungen usw., ist dann das Winterprojekt.
4 Wochen machen Lust auf noch mehr. Ich könnte auch länger da bleiben.


Ostern 2013

Donnerstag vor Ostern hatte ich schon Urlaub, Jenny musste vormittags noch arbeiten. Den Vormittag habe ich dann genutzt um einmal das Auto sauber zu machen, und vor allem um in Ruhe das Auto zu packen. So gegen 14:30Uhr sind wir dann losgefahren. Als Hörbuch haben wir auf der Hinfahrt „Die Insel der besonderen Kinder“ gehört. Sehr interessant, auch wenn wir das Ende noch nicht gehört haben. Die Fahrt selber war ereignislos, gegen Mitternacht waren wir da. Das Haus war diesmal nicht vorgeheizt, es war also saukalt. Draußen -9° und drinnen um 0°. Nasen sind unpraktisch, jedenfalls bei der Kälte. Beim schlafen sind die eingefroren. Diesmal haben wir abends auch nicht mehr ausgepackt, auch das Wasser haben wir ausgelassen. Nur einen Ofen angemacht.
Freitag morgens erstmal ausgepackt. Dann alle Öfen angemacht. Für die Küche hatte ich einen neuen Wasserhahn besorgt. Den habe ich schnell eingebaut und dann das Wasser angemacht. Aber, es wäre ja auch zu schön gewesen, kein Wasser da. Wahrscheinlich eingefrorene Hauptleitung. Im Haus selber war alles in Ordnung. Nun gut, da es sich nicht ändern lässt sind wir dann nach Oskarshamn einkaufen gefahren. Wasser haben wir von unserem Nachbarn geholt. Ich habe dann unter das Haus (man kommt drunter!) einen Heizlüfter gestellt, um die Leitung aufzutauen. Hat aber erstmal auch nichts genützt. Haben wir die Zeit halt genutzt um ein Spiel zu spielen.
Samstag morgen, erstmal Wasser testen. Aber nein, geht immer noch nicht. In der Küche habe ich dann das Loch im Schornstein für den Küchenofen zu gemauert. Der Ofen ist knapp 200kg schwer, zu zweit also etwas kompliziert zu bewegen. Zumal der noch auf einen Fuß gestellt werden musste. Im Badezimmer habe ich dann die Decke gemalt. Da noch genug Farbe über war, habe ich gleich den Flur gestrichen. Abends dann testweise mal den Küchenfeen angemacht. Beeindruckend, wie viel Hitze in 2, 3 Holzscheiten steckt. Damit wird der Ofen über 250°C heiß, hat ein Thermometer vorne an der Backofenklappe. War auch alles dicht, wenn wir schon kein Wasser haben, warm ist es hier. Draußen ist es nachts fast -10°C und tags knapp 4°C. Drinnen haben wir kuschelige 23°C.
Sonntag sind wir morgens schnell einkaufen gefahren. Selbst Ostersonntag haben alle Geschäfte auf. Haben eine (hoffentlich) leckere Torte für Laras Geburtstag morgen gekauft. Eine Drottnigstårta, oder auf deutsch Königintorte. Im Baumarkt vorsichtshalber einen 25l Kanister geholt. Und wieder ab nach Hause. Die Gegend sieht zugeschneit einfach wunderschön aus. Teils komplett zugeschneit, teils schon schneefrei. Sind noch zum Badesee gefahren, dort ist ein Wasserhahn. Wollten mal testen, ob wir den Kanister voll machen können. Geht aber logischerweise nicht. Auf dem See waren Autospuren. Konnte mir das aber dann doch verkneifen, aber wir sind kurz zu Fuß raufgegangen. Muss das morgen mal fotografieren. Zu Hause dann das Wasser getestet. Hurra, es geht. Es gibt doch nichts besseres als fließendes Wasser. Am Nachmittag haben wir den Holzschuppen aufgeräumt. Müll raus, die Holzscheite gestapelt und die Stämme nach draußen, die will ich noch sägen und hacken.
Montag wurde Geburtstag gefeiert. Auch ein wenig gearbeitet, aber nicht viel. Nur den Flur gemalt. Sind noch mal zum See gefahren, und diesmal ein wenig weiter rauf gegangen. Ein paar schöne Fotos sind dabei auch entstanden. Danach sind wir den Skiweg abgelaufen. Und dann gab es die Torte.
Dienstag fing eigentlich gut an. Jenny hat das Badezimmer tapeziert. Ich bin raus und wollte Holz sägen. Aber die Säge ist kaputt, der Starter ist gerissen. Blödes Ding, kommt davon wenn man billiges Werkzeug kauft. Dann habe ich beschlossen mich mal um den Abfluss im Haus zu kümmern. In der Dusche blubbert es und wirklich gut läuft das Wasser nicht ab. Hatte mir zum Reinigen der Rohre einen speziellen Schlauch für den Hochdruckreiniger geholt. Aber wirklich weit bin ich damit nicht gekommen. Also ab unter das Haus und Stück für Stück die Rohre absuchen. Nach einigen Stunden habe ich dann am Ende eine Verstopfung entdeckt, besser gesagt war es so zu, dass man nicht mal mit einem stabilen Draht durch kam. Wie ist da überhaupt Wasser durchgekommen? Keine Ahnung. Das KG-Rohr geht in ein Steinzeugrohr über. Festzemenziert. Habe das aufschlagen wollen, und (war ja klar) dabei das Steinzeugrohr zerbrochen. Um überhaupt daran zu kommen haben wir vorher in der Küche Teile vom Fußboden rausgerissen und einen Zugang geschaffen (teilweise sind nur 30-40cm Platz unterm Haus, da komme ich nicht durch). Damit war die Laune erstmal im Keller. Kein Abfluss und dazu noch den Fußboden zerstört.
Mittwoch dann wieder unter das Haus. Habe beschlossen, dass Steinzeugrohr komplett rauszureißen und durch ein KG-Rohr zu ersetzen. Einmal kurz an dem Rohr gezogen, und oh Wunder das ist ja gar nicht fest. Damit war dann auch das Problem klar. Das Steinzeugrohr geht in ein Betonrohr über. Das Betonrohr war gebrochen. Zum Glück war das Betonrohr nicht lang, und man konnte es rausziehen. Nun gut, also schnell nach Okarshamn ein Rohr besorgt und eingebaut. Das Einbauen dauerte dann doch länger als gedacht, da, nun ja, bei dem bisschen Platz unter dem Haus ist es nicht ganz einfach die Rohre ineinander zu schieben. Selbst mit Spülmittel als Gleitmittel. Aber jetzt geht wieder alles. Fast. Da daneben, besser gesagt drüber, die Kaltwasserleitung zur Küche und zum Außenhahn lang läuft und die ist auch irgendwo defekt. Jedenfalls tropft da Wasser. Aber das werde ich erst im Sommer reparieren. Der Außenhahn kommt weg, braucht eh keiner und die Leitung zur Küche musste so oder so neu gemacht werden.
Donnerstag haben wir nicht viel gemacht. Ich habe die Leckstelle im Dach repariert. Ob es funktioniert wird sich zeigen. Dann weiter aufgeräumt, gespielt. Und abends gegrillt. Ist schon irgendwie merkwürdig, überall liegt noch dick Schnee und wir grillen. Das Wetter ist weiterhin Traumhaft. Nachts immer noch fast -10°C und tagsüber um 6°C. Ist in der Sonne aber sehr gut auszuhalten. Im Wohnzimmer wo nachmittags die Sonne rein scheint ist es teilweise kaum auszuhalten, so warm ist.
Freitag war dann auch wieder ein sehr ruhiger Tag. Habe die Decke im Badezimmer ein zweites mal gemalt. Damit müssen wir im Sommer nur noch die Wändet streichen, und dann ist der Raum auch fertig. Dann draußen noch ein wenig den Garten aufgeräumt und dann war schon Mittag. Heute gab es mal Pizza aus dem Supermarkt. Die haben frische ungebackene Pizza, kenne ich aus Deutschland so nicht. 4 Minuten bei 275°C, also ab in den Küchenofen. Mit ein wenig Holz haben wir dann tatsächlich zum Schluss die 300°C geknackt, ist schon beeindruckend. Nachmittags gelesen, gespielt, nichts getan. Morgen geht es wieder zurück. Wir fahren lieber Samstag, dann haben wir noch den Sonntag zum entspannen. Außerdem ist eine unserer Katzen verschwunden, hoffentlich finden wir sie noch.


Ostern 2013 Vorbereitungen

Bald geht es wieder nach oben. 1 1/2 Wochen zu Ostern ab nach Schweden. Diesmal wird das eher ein Arbeitsurlaub werden. Die ToDo-Liste ist lang:

  • Dach beim Vorbau abdichten
  • Herd (Holzofen) in der Küche anschließen
  • Holz sägen/hacken und den Schuppen aufräumen
  • Badezimmer Decke malen
  • Badezimmer tapezieren
  • Geburtstag feien 😉

Könnte eng werden. Mal schauen, ob wir für den letzten Punkt Zeit finden.
Neben dem Geburtstag ist das Dach am wichtigsten, da es dort zu Weihnachten schon durchgetropft hat. Habe mir für ein Provisorium von MEM spezielle Dichtmittel besorgt. Bin gespannt, ob das funktioniert.
Ansonsten versuche ich gerade einen festen Internetanschluss für das Haus zu beantragen. In Schweden ist vieles einfacher als in Deutschland, vor allem kann fast alles per Internet abgeschlossen werden. Tja, das gilt aber nur für echte Schweden. Ein echter Schwede (egal welcher Herkunft) ist man erst dann, wenn man eine Personennummer hat. Ohne die geht in Schweden fast gar nichts.
Internet suche ich, weil ich das Haus fernsteuern und überwachen möchte. Es gibt mittlerweile ziemlich geniale Sachen dafür. Habe z.B. das hier entdeckt: FS20 – Hausautomatisierung Das finde ich schon ziemlich reizvoll. Vor allem um die Heizungen zu steuern, Temperatur zu überwachen und evtl. eine WebCam dranzuhängen.

Nachtrag 18.03.2013:
So, Internet ist beantragt. Das ging dann doch deutlich einfacher. Anscheinend gibt es so viele Nicht-Schweden, dass es doch tatsächlich Antragsformulare dafür in englisch gibt. Es ist aber immer wieder peinlich zu sehen (besser zu lesen) wie gut die Schweden englisch schreiben/reden. Da bricht man sich einen ab um eine kurze Mail zu verfassen, und die antworten in Minutenschnelle in einem perfekten englisch.
Eine erste Webcam ist auch schon geordert. Mal schauen, wie die Bildqualität ist. Wenn das passt, kommt schon mal eine Kamera in das Esszimmer.
Nachtrag 19.03.2013:
Kamera ist da. Sieht gar nicht mal so schlecht aus. Wahrscheinlich werden wir die erstmal in die Küche hängen. Dort ist ja noch eine Leckstelle die ich dicht machen will. Das Ergebnis kann ich dann per Kamera überwachen. Als nächstes kommt dann eine Kamera für den Garten dran.


Weihnachten 2012

Manchmal kommt es doch anders als gedacht. Weihnachten in den Urlaub zu fahren ist bei uns nahezu unmöglich, da Jenny im Einzelhandel in der Hauptzeit nur selten frei bekommt. Aber diesmal hat es sich ergeben, dass sie Samstag vor Weihnachten und Heiligabend frei hat. Also sind wir kurzentschlossen nach Schweden gefahren.
Hinfahrt am Freitag direkt nach der Arbeit gegen 15:30Uhr. Angekommen sind wir ca. 01:00Uhr. Fahrt ging problemlos. Ab Växjö dann auch endlich der erhoffte Schnee überall. Wir hatten Dirk gebeten die Heizungen anzumachen. Hat er auch gemacht, und vorher noch geschrieben dass er den Schnee beseitigt. Ich hatte noch gedacht was das denn soll. Gut, bei der Ankunft war es klar. Der Schnee wird ja auf den Strassen nur an die Seite geschoben, auf die Auffahrt wäre ich durch 1/2 Meter Schnee nie gekommen. Schnell noch alles auspacken, Wasser anmachen, und ab in´s Bett.
Am Samstag bevor die Kinder aufgestanden sind haben wir den Baum geschmückt. Wir haben einen 180cm Kunstbaum mitgenommen. Sieht geschmückt gar nicht so schlecht aus. Sicherlich nicht vergleichbar mit einer echten Tanne. Aber ob es wirklich so gut ist, jedes Jahr so viele Bäume für ein paar Tage als Weihnachtsbaum zu fällen sei mal dahin gestellt. Angeblich werden alleine nach Schweden 3 Millionen Weihnachtsbäume aus Dänemark importiert. Vormittags erst kurz in Mörlunda eingekauft um zu frühstücken und nach dem Mittag nach Oskarshamn um die Reste für unser Weihnachtsessen zu besorgen. Und schon war der erste Tag rum.
Wir können nur bis Mittwoch, also dem 2. Weihnachtsfeiertag, bleiben. Haben aber ein Essen für 3 Tage geplant. Wenn dieses Jahr eh schon alles anders ist, haben wir den Sonntag zu Heiligabend gemacht 😉 Bescherung, Essen usw. insgesamt ein schöner und geruhsamer Tag. Nach dem Essen einen schönen Spaziergang im Wald gemacht. Schweden sieht mit Schnee wunderschön aus.
Montag dann noch mehr Schnee. Hat über Nacht knapp 20cm geschneit. Auto war zugeschneit. Also erstmal ein wenig Schnee schieben. Holz holen, Kinder mussten natürlich Schneemänner bauen. Haben uns dann draußen hingesetzt und den Kindern zugeschaut. Heiße Tasse Tee dazu. Dann kam sogar die Sonne noch kurz raus. In Mörlunda geht die Sonne fast eine Stunde früher unter (verglichen mit Hamburg).
Dienstag leichtes Tauwetter. Haben eigentlich nicht viel gemacht, ein paar Spiele gespielt usw. muss auch mal sein.
Mittwoch aufgeräumt und das Haus wieder winterfest gemacht. Sind dann gegen 10:00Uhr los und waren abends um 19:00Uhr zu Hause. Katzen knuddeln, zum entspannen noch in die Wanne und dann in´s Bett. Morgen wieder zur Arbeit. Kinder haben Ferien, die haben´s gut.
Diesmal also nichts gearbeitet, nur ein wenig aufgeräumt. Verletzt war diesmal auch keiner. Ich kenne jetzt aber eine Schwachstelle im Haus wo das Wasser durchkommt. Muss ich zu Ostern reparieren. Hat sich alleine deswegen gelohnt hoch zu fahren. War zwar kurz, aber schön.


Herbst

In Deutschland noch im Regen gestartet, wurde das Wetter Richtung Schweden immer besser. In Schweden haben wir eine Elchkuh gesehen. Direkt vor uns auf der Straße trabte sie langsam lang und verschwand dann im Wald. Eine Stunde später eine Horde Wildschweine mit Frischlingen und kurz vor Ende noch ein Fuchs. Hier sind wir richtig.
Nach der Ankunft schnell auspacken, Wasser wieder fertig machen. Gut, dass wir das Wasser im Sommer schon abgeklemmt hatten, lt. Thermometer waren schon Minusgrade vorgekommen. In den 1 1/2 Wochen wo wir jetzt da waren ging es nachts bis knapp -5° runter.
Ziel war für diesen Urlaub das Badezimmer zu machen. Der erste Schritt war Fenster einbauen. Das ging recht schnell. Ist ja ein Holzhaus, also Loch reinsägen, Fenster reinschrauben, ausschäumen und fertig. Dann ging der Spaß aber erst los. Die Wände waren mit einer Art Weich-PVC (fühlt sich eher wie Moosgummi) verklebt, vollflächig auf Spanplatten. Fußboden mit härterem PVC. Der Fußboden war einfach, hat nur ein paar Minuten gedauert. Die Wände waren hartnäckiger, haben insgesamt 3 volle Tage gebraucht. Zum Schluß haben wir das Zeug mit einem Stechbeitel abgekratzt. Hätten wir das vorher geahnt, hätte ich einfach Rigips vorgeschraubt. Dann mit Tiefgrund und anschließend mit Duschabdichtung behandelt. Einen neuen Abfluss haben wir auch gleich eingesetzt. Als nächstes kam dann die elektrische Fußbodenheizung rein, darauf dann Ausgleichsmasse. Hat zwei Tage gedauert. Ich konnte also erst 5 Tage nach Ankunft mit dem legen der Fliesen anfangen, hatte ich mir anders vorgestellt. Zwischendurch immer wieder das Klo raus/rein usw., Waschbecken war auch ab, also nur Katzenwäsche. Am Donnerstag abends dann das Unglück. Ich hatte in einer Starkstromdose mit Schalter die Installation vorbereitet, sprich Loch bohren usw. Loch war für die Leitung natürlich zu klein, also mit einem Teppichmesser das Loch etwas vergrößern. Dumm nur, wenn man abends nicht mehr so aufpasst und das Messer abbricht. Noch dümmer, wenn man in Richtung Körper schneidet und das Handgelenk trifft. Erster Gedanke: Arterie getroffen? Blut spritzt nicht, also Glück gehabt. Zweiter Gedanke: Da ist ja eine Ader zu sehen, ach, und eine Sehne ist da auch noch. Dritter Gedanke: Noch mehr Glück gehabt, sieht zwar gefährlich aus, scheint aber alles relevante heil geblieben zu sein. Also schnell Kompresse mit Betaisadonna rauf und schnell mit Jenny zum Arzt. Damit haben wir dann auch einen durchaus wichtigen Nachteil in Schweden festgestellt. Es gibt keine Ärzte abends. Krankenhaus ist knapp eine Stunde entfernt. Da es immer noch nicht stark blutete habe ich es dann selber verarztet. Zum Glück waren in unserem Erste-Hilfe-Kasten Tapes um die Wunde zusammen zu klammern. Die Wunde war knapp 6cm lang, und 1-2cm weit auf. Geblutet haben nur die Hautränder. Sah ein wenig aus wie ein Hühnerbeinchen wo man die Haut einschneidet. Kurzum ich habe da tatsächlich absolutes Glück im Unglück gehabt. Weitergearbeitet haben wir dann abends nicht mehr.
Am nächsten Tag dann schnell die Fliesen verfugt. Waschbecken und Spiegelschrank kam dann auch noch ran. Und vor allem, endlich wieder duschen. Jetzt fehlt noch Tapete an der Wand, Decke malen, und ein wenig Kleinkram. Das machen wir aber im nächsten Jahr. Das Badezimmer sieht aber so schon Klasse aus. Kein Vergleich mehr zu vorher. Am letzten Tag dann wieder Wasser vernünftig abklemmen, und am Sonntag dann ab nach Hause.